Prof. Dr. Gerhard Wolf

Transdisziplinäre Grundlagen der Rechtswisssenschaft

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Sprachlehre 

Übersicht über die im Einzelnen noch auszuführenden Thesen:

Der zentrale Baustein in jeder wissenschaftlichen Lehre ist - neben der Realität - die Beschreibung der Realität durch Sprache. Was sich genau bei den dazwischen liegenden Schritten - Wahrnhmungslehre, Merkmals- und Begriffsbildung, Urteilslehre - abspielt, ist weitestgehend eine "black box". Vor allem: Diese Fragen sind zwar wissenschaftlich interessant, aber für das menschliche Zusammenleben (pragmatisch) kaum von Bedeutung.

Bei der Sprachlehre sind zu unterscheiden:

  • die orginär sprachwisschaftlichen Themen, vom Alphabet über Grammatik, Lautverschiebung bis hin zu Syntax und Zeichensetzung.
  • alle transdisziplinär relevanten Fragen der Bedeutungslehre, vor allem der Semanik und der Auslegungslehre.

Die letztgenannten Fragen sind für die Rechtswissenschaft zentral - ohne schlüssige Anworten auf sie gibt es keine Gesetzesauslegung und Vertragsauslegung, ja:  keine Gesetze und keine Verträge.

Aber die Auslegungslehre ist und bleibt ein sprachwissenschafliches Problem:  Was bedeutet es, was dort gesagt worden ist oder geschrieben steht. Was daraus dann für die rechtliche Beurteilung folg, ist eine andere Frage.

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