Prof. Dr. Gerhard Wolf

Transdisziplinäre Grundlagen der Rechtswisssenschaft

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Menschen

Übersicht über die im Einzelnen noch auszuführenden Thesen:

Die vierte philosophische Frage Kants: "Was ist der Mensch?" ist falsch gestellt - weil unbeantwortbar: "Den Menschen" (und damit eine "Anthropologie") gibt es nicht. Es gibt nur einzelne Menschen, die sich voneinander unterscheiden, wunderschön humorvoll formuliert in § 1 des Rheinischen Grundgesetzes: "Jede Jeck is anders".

Die Beschreibung und Analyse der Existenz der einzelnen Menschen ist wiederum ein rein naturwissenschaftliches Problem, unabhängig davon ob es um Fragen der Medizin oder Psychologie geht. Was der einzelne Mensch denkt und fühlt usw. sind nur Anhaftungen seines Körpers.

Dass sich daraus im Zusammenleben mit anderen Menschen und vermittelst der Sprache weitestreichende Konsequenzen ergeben, ist evident. Aber der Anknüpfungspunkt für eine wissenschaftliche Analyse aller dieser Konsequenzen kann jeweils nur der einzelne Mensch (nicht "die Gesellschaft") sein.

Alle "Gesellschaftswissenschaften" (Soziologie, Politologie, Geschichtswissenschaft usw.) können daher nicht mehr sein als die Beschreibung und kritische Analyse von Einzelaussagen, also keine "Systemtheorie" (Luhmann), "Geschichtsphilosophie" (Hegel) o.ä.

Einen Orientierungspunkt für das wissenschaftlich richtige Vorgehen liefert das für den Bereich der ebenso komplexen Bereich der Wirtschaftswissenschaften das Buch von Gide/Rist: "Die Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen"

© 2017 | Prof. Dr. Gerhard Wolf, Europa Universität Viadrina    -   Letzte Änderung: 13.10.2016 TOP Seitenanfang